Keine Angst vor Shreefpunk

In Tiefflug-Formation geht es in mitreißenden aber unergründlichen Groove. Mit dabei: eine Kinderzeichnung von Matthias, viel Humor und Taktarten wo man verloren ist, sollte man versucht sein diese zu erraten.

“Was für ein Wurf! Jedes Stück ein Perlchen für sich. Und dort, wo die Kreativkräfte so oft bereits verbraucht und der sonst so kreative Kopf schon beim nächsten Stück zu sein scheint (jener Moment mentaler Lässigkeit, der in einer anderen Spielart mit der Antizipation des „Pausen-Tees“ oder „der Dusche“ umschrieben wird), läuft Schriefl noch einmal zur Höchstform auf. Ein weiterer Treffer in letzter Sekunde. Vertreter einer raren Spezies: Meister der Endungen, der „Kunst des Schlussmachens“. Ein wahrhaft selten Vergnügen.” Karsten Mützelfeld


“Nochmals Danke für Deine CD, die gefällt mir super!!! Steuererklärung, man hört, das ist kein Spass für Dich. Schpaare - Schöne Melodie - schnörkellos, reduziert, wieder ein wunderbares Solo, mit einem Ton der mir so gefällt! Auch das Luxemburg, Solo/Melodie , was für ein Aufbau, dann wie es schreit - Optimus! Die Brüsselballade ebenso wunderbar, tolle Instrumentierung mit Sreichern. Plötzlich ist mir Ack in den Sinn gekommen, als wäre er mit dabei. Amsterdam, sehr schönes Intro, what a blues/Solo… dann wird es psychedelic, narcotic, kommt wieder zurück, der Alltag holt einen wieder ein - (Katzen/Baby)Jammer. Barcelona, die ostinative Begleitung, gefällt mir sehr, die fortschreitende Steigerung der Melodie/Deines Solos. Heidi & Peter - beim Text musst ich schmunzeln. Birthday Party in Athen - scary/mystisch zu Beginn, bei allem Ärger, es wurde bestimmt auch noch getanzt… Südtiroler Rundungen, die Meldodie hat auch “Um”-Rundungen im Quintenzirkel. Hamburg - ich habe es live gehört. Jazz-/Marching Band und Streicher treffen u.a. Polyrhythmik, super! Ebenso keine Angst vor Shreefpunk, Respekt was die klassischen Streicher da mit euch zusammen gemeistert haben. Andelbucher Polka - schmissiger Schluss, die Doppelzunge “funzt”.” Chris E.E.


Lieber Matthias, Deine neue, mitreißende CD „Shreefpunk“ zeigt mir sehr deutlich, wie breitgefächert Du mit Deinen musikalischen Ideen und auch deren Umsetzung aufgestellt bist. Deine neueste Veröffentlichung springt immer dann, wenn man beim Zuhören meint, einen markanten persönlichen Stil erkannt zu haben, in ein anderes, neues Spektrum um. Mal wegen der Streicherarrangements sehr getragen, dann wieder über die gesungene Texte außerordentlich witzig, letztendlich lebendig bis in die Haarspitzen. Man muss deswegen aber wahrhaftig keine Angst vor Shreefpunk haben.

Die Zusammenstellung Deiner neuen CD ist ein gelungenes Spiegelbild Deiner Persönlichkeit, die ich nun schon über 15 Jahre lang auf und auch außerhalb der Jazz-Bühne erleben darf. Mal ernsthaft, dann wieder mit einer fast spätpubertären Albernheit behaftet, die im Grunde genommen nur zeigt, dass Du Dich selbst und auch Deine Musik sehr oft mit einem deutlichen Augenzwinkern versehen nicht bierernst nimmst.

Sehr berührt hat mich Dein Auftaktstück „Steuererklärung“, bei dem ich mich unweigerlich an erdrückende Zahlenkolonnen erinnert fühle, die mich nach zunächst ruhigem Beginn manchmal hektisch rotieren lassen. Im kommenden Frühjahr werde ich deshalb Deine CD meiner Steuererklärung als Anlage beilegen. Verbunden mit der Hoffnung, dass auch mein für mich zuständiger Sachbearbeiter beim Hören dieses Tracks meine Nöte bei der Erstellung der Erklärung erkennen kann. Bis bald und liebe Grüße Gerhard R.


“Die Band Shreefpunk bringt die stilistische Freibeuterei auf den Punkt und Matthias Schriefl ist der Prototyp einer neuen Musikergeneration, welche jede Einordnung nicht verweigert sondern einfach hinter sich lässt. Er wurde 2016 zum Weltmusiker des Jahres ernannt, aber selbst dieses Etikett, so ehrenvoll es ist, scheint nicht auszureichen, seine wahre Universalität zu fassen. Wie soll man es aber auch benennen, wenn jemand wie er die ärgsten Gegensätze so spielerisch, so virtuos und immer mit Witz auflöst: Anarchie vs. raffinierte musikalische Intelligenz, Chaos vs. Perfektion, Komplexität vs. unbändige mitreißende Spiellust. Es ist die Persönlichkeit MS, die dies alles zusammenhält und vereint. Und es ist die sichere Auswahl seiner großartigen und zum großen Teil langjährigen Bandkollegen, die diese Musik Wirklichkeit werden lässt. Wie soll man dies alles in wenigen Worten zusammenfassen? Ganz einfach so: Die wirklich und im Wortsinn neue Musik kennt keine Schubladen mehr und keine Etiketten, sie kennt nur noch Namen. Der Name MS steht da ganz weit oben.” Gunter Pretzel


CD-Besprechung in Clarino
CD-Besprechung in Franzmagazin
CD-Besprechung in Jazzzeitung
CD-Besprechung in All About Jazz Italia


Matthias Schriefl (blech), Johannes Behr (e-guitar + acc.guitar), Robert Landfermann (double bass), Jens Düppe (drums), Kalle Kalima (e-guitar # 3,10,11), Christian Lillinger (drums # 10,11), Jonas Burgwinkel (drums # 1,6,8)

Gäste:
Netnakisum: (# 1,3-9 & 12): Claudia Schwab (violin), Magdalena Maria Zenz (violin), Marie-Theres Härtel (viola), Dee Linde (violoncello)
Streicher der Münchner Philharmoniker: (# 1,2,10 & 11): Traudel Reich (violin), Beate Springorum (viola), Sissy Schmidhuber (violinchello), Gunter Prezel (viola)